Wer unsere Flank Steak Pinwheels vorbereitet, kennt das: Beim Portionieren bleiben an beiden Enden Anschnitte übrig, aus denen sich keine gleichmäßigen, hübschen Scheiben schneiden lassen. Geschmacklich steckt darin aber alles, was die Pinwheels so besonders macht. Viel zu schade, um diese Stücke wegzuwerfen!
Aus guten Anschnitten werden richtig gute Burger
Deshalb drehen wir die noch rohen Anschnitte samt Füllung durch den Fleischwolf. So entsteht eine besondere Burgermasse aus Flank Steak, Parmaschinken, Bergkäse und Walnüssen, die bereits ordentlich Geschmack mitbringt. Zusätzliche Würzung braucht es meistens gar nicht.
Daraus machen wir Double Smash Burger: zwei Kugeln à 80 Gramm, auf der heißen Plancha flach gedrückt und jeweils mit einer Scheibe Käse belegt. Dazu kommen weiche Potato Buns, knackiger Salat, Tomate, karamellisierte Zwiebeln, Burgersauce und Ketchup. Aus vermeintlichen Resten wird ein Burger, für den wir beim nächsten Mal gerne ein paar Anschnitte mehr einplanen.
Vorab liegt uns eines besonders am Herzen: Verwendet hochwertige Zutaten – vor allem gutes, möglichst biologisch erzeugtes Fleisch. Gerade in Zeiten von Massentierhaltung und Billigangeboten im Discounter ist bewusste Qualität wichtiger denn je. Sie bildet die Grundlage für ein wirklich herausragendes BBQ.
Wir geben den Pinwheel-Anschnitten eine zweite Hauptrolle
Für diesen Burger verwenden wir die Endstücke, die beim Schneiden der noch rohen Pinwheel-Rolle übrig bleiben. Ihre Form spielt hier überhaupt keine Rolle: Wir wollen daraus keine schönen Scheiben schneiden, sondern die gesamte Mischung durch den Fleischwolf drehen.
Zuerst entfernen wir sorgfältig alle Spieße und das Küchengarn. Dann schneiden wir die Anschnitte in passende Stücke. Die Füllung bleibt dabei ausdrücklich drin – sie macht diesen Burger schließlich besonders.
Unser Tipp: Wir verarbeiten die Anschnitte gut gekühlt. Dadurch lässt sich die Mischung aus Fleisch, Schinken und Käse sauberer wolfen.
Wir starten mit den Zwiebeln
Die karamellisierten Zwiebeln brauchen am längsten. Deshalb schälen wir sie gleich zu Beginn und schneiden sie in dünne Halbringe.
Wir schmelzen die Butter in einer Pfanne, geben die Zwiebeln mit einer kleinen Prise Salz hinein und lassen sie bei mittlerer bis eher niedriger Hitze langsam bräunen. Dabei rühren wir immer wieder um. Wir wollen weiche, goldbraune Zwiebeln mit süßlichem Geschmack.
Gegen Ende geben wir den braunen Zucker dazu und lassen ihn kurz mitbraten. Sobald die Zwiebeln fertig sind, halten wir sie bei niedriger Hitze warm.
Unser Tipp: Werden die Zwiebeln zu schnell dunkel, reduzieren wir die Hitze und geben einen Schluck Wasser hinzu. So lösen wir gleichzeitig den aromatischen Bratensatz vom Pfannenboden.
Wir wolfen Fleisch und Füllung gemeinsam
Jetzt drehen wir die kalten Anschnitte einmal durch die mittlere Lochscheibe. Dabei werden Fleisch und Füllung zerkleinert und miteinander verteilt.
Anschließend mischen wir die Masse kurz mit den Händen durch. Wir kneten sie aber nicht ausgiebig, denn wir möchten lockere Burgerpatties und keine feste, wurstartige Konsistenz.
Zusätzliche Gewürze lassen wir zunächst weg. Die Pinwheel-Anschnitte bringen bereits Würzung mit, und auch Parmaschinken und Käse liefern Salz.
Unser Tipp: Falls wir uns bei der Würzung unsicher sind, braten wir eine kleine Probeportion vollständig durch. Erst danach entscheiden wir, ob noch etwas Pfeffer oder Salz fehlt.

Wir formen acht lockere Kugeln
Mit der Küchenwaage portionieren wir die Mischung in acht Kugeln à 80 Gramm. Jeder Burger bekommt später zwei Patties und damit insgesamt 160 Gramm der gewolften Pinwheel-Mischung.
Wir formen die Kugeln nur so fest, dass sie zusammenhalten. Flach drücken wir sie erst auf der heißen Platte. Bis dahin stellen wir sie wieder kalt.
Eier oder Paniermehl brauchen wir hier nicht.

Wir bereiten die Klassiker vor
Wir waschen den Salat, trocknen ihn gründlich und schneiden die Tomate in Scheiben. Burgersauce, Ketchup und Käsescheiben stellen wir griffbereit neben den Grill.
Dann halbieren wir die Potato Buns, bestreichen die Schnittflächen dünn mit Butter und rösten sie goldbraun an. Die gerösteten Flächen bringen Geschmack und helfen, dass die Buns beim Belegen nicht sofort durchweichen.
Wir smashen direkt auf der heißen Plancha
Unsere Plancha oder Gusseisenpfanne heizen wir kräftig vor. Eine geschlossene Bratfläche ist für dieses Rezept ideal: Wir können die Kugeln direkt darauf flach drücken, und kleine Stücke der Füllung fallen nicht durch einen Grillrost.
Wir setzen zwei Kugeln mit genügend Abstand auf die Platte und drücken sie sofort dünn aus. Ein stabiler Wender oder eine Burgerpresse hilft dabei. Wenn die Masse an der Presse klebt, legen wir kurz ein Stück Backpapier dazwischen.
Danach lassen wir die Patties in Ruhe braten. So kann sich eine kräftige Kruste bilden.
Unser Tipp: Wir smashen nur zu Beginn. Späteres Nachpressen drückt unnötig Saft aus den Patties.

Wir wenden samt Kruste und legen Käse auf
Sobald die Unterseite ordentlich gebräunt ist, schieben wir den Wender möglichst flach unter die Patties. Dabei lösen wir die Kruste vollständig von der Platte, damit sie am Burger bleibt.
Wir wenden die Patties und legen auf jedes sofort eine Scheibe Käse. Dann lassen wir sie fertig braten. Weil wir gewolftes Fleisch verwenden, garen wir die Patties vollständig durch.
Sollte der Käse noch etwas Zeit brauchen, setzen wir kurz eine Burgerglocke oder einen passenden Deckel darüber.

Wir bauen unseren Double Smash Burger
Auf die untere Bunhälfte streichen wir Burgersauce. Darauf kommen Salat und Tomate, anschließend unsere beiden frisch gebratenen Käsepatties.
Jetzt verteilen wir die karamellisierten Zwiebeln darüber. Auf die obere Bunhälfte geben wir Ketchup, setzen den Deckel auf und servieren sofort.
Der erste Biss bringt alles zusammen: die Röstaromen der Patties, die würzige Pinwheel-Füllung, geschmolzenen Käse, süße Zwiebeln und frischen Salat im weichen Potato Bun. So schmeckt Resteverwertung bei uns!
Zutaten
- 640 g rohe, bereits gewürzte Anschnitte der gefüllten Flank Steak Pinwheels, einschließlich Füllung
- 8 Scheiben Cheddar oder anderer gut schmelzender Burgerkäse, insgesamt etwa 160 g
- 2 Stück große Zwiebeln, etwa 300 g
- 20 g Butter
- 1 TL Brauner Zucker
- 1 Prise Salz
- 4 Stück Potato Buns
- 4 Blätter Eisberg- oder Romanasalat - groß
- 1 Stück Ochsenmaultomate - groß
- 80 g Burgersauce
- 40 g Ketchup
- Butter zum Anrösten der Buns
Kochutensilien
- 1 Fleischwolf mit mittlerer Lochscheibe, etwa 4–5 mm
- 1 Plancha, massive Grillplatte oder große Gusseisenpfanne
- 1 Stabiler Burgerwender oder Burgerpresse
Anleitung
- Zwiebeln karamellisieren: Die Zwiebeln schälen und in dünne Halbringe schneiden. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebeln und Salz hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 25–30 Minuten langsam goldbraun braten. Gegen Ende den braunen Zucker einrühren und kurz mitbraten. Falls die Zwiebeln ansetzen, einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen und den Bratensatz lösen.
- Anschnitte vorbereiten: Sämtliche Spieße und Reste von Küchengarn entfernen. Die kalten, rohen Pinwheel-Anschnitte samt Füllung in Stücke schneiden, die in den Fleischwolf passen.
- Burgermasse wolfen: Die Anschnitte einmal durch die mittlere Lochscheibe drehen. Die gewolfte Mischung nur kurz und locker vermengen, damit sich Fleisch und Füllung gleichmäßig verteilen. Nicht kräftig kneten.
- Kugeln portionieren: Acht Portionen à 80 Gramm abwiegen und locker zu Kugeln formen. Bis zum Braten abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Da die Anschnitte bereits gewürzt sind und Schinken sowie Käse Salz mitbringen, zunächst kein weiteres Salz hinzufügen.
- Belag und Buns vorbereiten: Salat waschen und gründlich trocknen. Die Tomate in Scheiben schneiden. Buns halbieren, die Schnittflächen dünn mit Butter bestreichen und goldbraun anrösten.
- Patties smashen: Die Plancha oder Gusseisenpfanne kräftig vorheizen und bei Bedarf hauchdünn einölen. Jeweils zwei Fleischkugeln mit ausreichend Abstand auflegen und sofort mit einem stabilen Wender oder einer Burgerpresse sehr flach drücken. Falls nötig, Backpapier zwischen Fleisch und Presse legen und anschließend entfernen.
- Braten und mit Käse belegen: Die Patties auf der ersten Seite etwa 1½–2 Minuten braten, bis sich eine kräftige Kruste bildet. Mit dem Wender vollständig von der Platte lösen und wenden. Jedes Patty sofort mit einer Scheibe Käse belegen und etwa 1–2 Minuten weiterbraten, bis die Masse vollständig durchgegart und der Käse geschmolzen ist. Die genaue Zeit hängt von Hitze und Dicke ab. Nach dem Wenden nicht erneut pressen.
- Burger zusammensetzen: Die unteren Bunhälften mit Burgersauce bestreichen. Salat und Tomate darauflegen, anschließend jeweils zwei Käsepatties übereinander aufsetzen. Karamellisierte Zwiebeln darauf verteilen. Die oberen Bunhälften mit Ketchup bestreichen, auflegen und die Burger sofort servieren.
Nährwerte
Notizen
Rezept probiert?
Schreib uns wie es war!FAQs – Häufige Fragen zu Flank Steak Smash Burgern
Wird die Füllung wirklich mit durch den Fleischwolf gedreht?
Ja. Parmaschinken, Bergkäse, Walnüsse und die übrige Füllung werden gemeinsam mit dem Flank Steak gewolft. Vorher müssen lediglich sämtliche Spieße und Garnreste entfernt werden.
Muss die Burgermasse zusätzlich gewürzt werden?
Meistens nicht. Die Anschnitte sind bereits gewürzt, außerdem bringen Schinken und Käse Salz und kräftigen Geschmack mit. Am besten eine kleine Probeportion durchbraten und erst danach bei Bedarf nachwürzen.
Was mache ich, wenn nicht genug Anschnitte übrig sind?
Pro Double Smash Burger werden 160 Gramm der gesamten gewolften Mischung benötigt. Bei 320 Gramm entstehen also zwei Burger. Alternativ lässt sich die Masse mit frischem Rinderhack ergänzen; dadurch wird der Geschmack der Füllung milder und die Würzung sollte erneut geprüft werden.
Funktioniert das Rezept auch ohne Fleischwolf?
Mit einem sehr scharfen Messer lässt sich die Mischung fein hacken, das erfordert allerdings etwas Geduld. Ein Food Processor ist ebenfalls möglich: Die gut gekühlten Stücke portionsweise mit kurzen Impulsen zerkleinern und nicht zu einer Paste verarbeiten.
Warum werden zwei Kugeln à 80 Gramm verwendet?
Die kleinen Portionen lassen sich dünn smashen und bekommen viel Kontakt zur heißen Bratfläche. Dadurch entstehen kräftige Röstaromen. Zwei Patties mit jeweils einer Scheibe Käse ergeben außerdem den typischen Double-Smash-Aufbau.








